28 Sep 2026

Fünf Jahre GGL: Rückblick auf Etablierung und operative Entwicklung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Veranstaltung der GGL zum fünfjährigen Bestehen in Halle mit Vertretern der Länder und Fachpublikum

Am 23. September 2026 feierte die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle ihr fünfjähriges Bestehen und zog Bilanz über die Gründung im Jahr 2021 sowie die vollständige operative Übernahme der Aufgaben im Jahr 2023. Die Behörde betreut derzeit 129 lizenzierte Anbieter und hat bis Ende 2025 insgesamt 1.843 illegale Angebote unzugänglich gemacht. Jährlich bearbeitet sie rund 287 Verbotsverfahren, eine Zahl, die gegenüber früheren Jahren deutlich gestiegen ist, während etwa 77 Prozent des Online-Marktes in den regulierten Bereich kanalisiert wurden. Vertreter der GGL nutzten die Veranstaltung zudem, um die Länder zu mehr Flexibilität bei der Überarbeitung des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) aufzufordern.

Entstehung und schrittweise Übernahme der Aufsicht

Die GGL entstand 2021 als zentrale Fachbehörde, um die bis dahin fragmentierte Aufsicht über Glücksspielangebote in Deutschland zu bündeln, und übernahm 2023 endgültig die operative Verantwortung für Lizenzvergabe, Überwachung und Durchsetzung. Beobachter berichten, dass dieser Übergang mit der Schaffung einheitlicher Verfahren und der Einrichtung digitaler Meldesysteme einherging, wodurch die Bearbeitung von Anträgen und Beschwerden zentralisiert werden konnte. Die Behörde sitzt in Halle und koordiniert mit den Ländern Maßnahmen gegen illegale Angebote, während sie gleichzeitig die Einhaltung von Jugendschutz- und Spielerschutzvorgaben prüft.

Zentrale Kennzahlen und Entwicklungen bis 2025

Statistiken der GGL zeigen, dass bis Ende 2025 insgesamt 1.843 illegale Seiten blockiert oder unzugänglich gemacht wurden, während gleichzeitig 129 Anbieter eine gültige Lizenz erhalten haben. Die Zahl der jährlich bearbeiteten Verbotsverfahren liegt bei etwa 287 Fällen und hat sich gegenüber den Vorjahren spürbar erhöht. Rund 77 Prozent des Online-Glücksspielmarktes wurden nach Angaben der Behörde in den regulierten Sektor kanalisiert. Diese Zahlen stammen aus internen Erhebungen, die anlässlich des Jubiläums unter dem Titel „Fünf Jahre GGL in Zahlen“ veröffentlicht wurden und auf der Website der Behörde abrufbar sind.

Statistische Übersicht der GGL zu lizenzierten Anbietern und blockierten illegalen Angeboten

Die Kanalisierungsquote von 77 Prozent wird von Fachleuten als Ergebnis einer Kombination aus Lizenzvergabe und konsequenter Sperrung illegaler Plattformen gewertet. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Verbotsverfahren, was auf eine intensivere Überwachung und bessere technische Möglichkeiten zur Identifikation unerlaubter Angebote zurückgeführt wird. Die Behörde verweist in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit, mit technologischen Entwicklungen und neuen Geschäftsmodellen Schritt zu halten.

Forderung nach Anpassung des Glücksspielstaatsvertrags

Während der Veranstaltung in Halle mahnte die GGL eine flexiblere und schnellere Anpassung des GlüStV 2021 an. Die Behörde betonte, dass sich Technologie, Geschäftsmodelle und illegale Aktivitäten rasch verändern und der Staatsvertrag daher regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden müsse. Vertreter der Länder wurden aufgefordert, bei der laufenden Überprüfung des Vertrags mehr Spielraum für schnelle Reaktionen zu schaffen. Die GGL verweist hierbei auf aktuelle Meldungen der Behörde, in denen diese Anpassungsbedarfe konkretisiert werden.

Die Forderung zielt darauf ab, dass Regelungen zu Werbeverboten, Zahlungsverkehr und technischen Sperren flexibler gestaltet werden können, ohne dass jedes Mal eine Änderung des Staatsvertrags auf Länderebene erforderlich ist. Beobachter stellen fest, dass die aktuelle Fassung des GlüStV 2021 aus einer Zeit stammt, in der bestimmte digitale Entwicklungen noch nicht absehbar waren.

Fazit

Die Veranstaltung am 23. September 2026 in Halle bot der GGL Gelegenheit, sowohl auf erreichte Meilensteine wie die Betreuung von 129 lizenzierten Anbietern und die Blockade von 1.843 illegalen Seiten als auch auf bestehende Herausforderungen hinzuweisen. Die Kennzahlen zu 287 jährlichen Verbotsverfahren und einer Kanalisierungsquote von rund 77 Prozent verdeutlichen den Umfang der bisherigen Arbeit. Die gleichzeitige Aufforderung an die Länder, den GlüStV 2021 flexibler zu gestalten, unterstreicht den Bedarf an kontinuierlicher Anpassung der rechtlichen Grundlagen. Alle genannten Informationen basieren auf offiziellen Angaben der Behörde anlässlich ihres Jubiläums.